Wenn die EMPACK Hamburg am 3. Juni 2026 zu Ende geht, hat die Verpackungs-Community noch siebzig Tage Zeit, die PPWR umzusetzen. Denn diese Verordnung tritt am 12. August 2026 vollumfänglich in allen EU-Staaten in Kraft. Sie verpflichtet die Industrie zum Beispiel zur Teilnahme an Wiederverwendungssystemen und zur richtlinienkonformen Kennzeichnung und Information über die verwendeten Verpackungen. Und das ist erst der Anfang: Schrittweise treten weitere Regeln z.B. zu Meldepflichten und zu den Kriterien für das recylinggerechte Verpackungs-Design in Kraft.
Dieser (unvollständige) Kürzest-Überblick zeigt: Jedes Unternehmen, das Produkte verpackt oder Verpackungen entwirft oder herstellt, muss sich mit der PPWR vertraut machen, und das schnell: Die Zeit läuft. Die Verordnung wird mit Sicherheit Auswirkungen auf den Umgang mit Verpackungen haben und da sie Dokumentationsplichten enthält, kann auch schnell deutlich werden, wenn man sie nicht oder nicht vollständig umsetzt.
Was ist zu tun? Die Vorbereitungszeit war bzw. ist aus Anwendersicht kürzer als bei anderen Richtlinien, weil hinter den Kulissen lange über Details verhandelt wurde. Jetzt liegen die Inhalte der PPWR fest – und es muss gehandelt werden.
Dazu braucht es einen Plan, und für die Planung wiederum braucht man Information. Die EMPACK Hamburg liefert sie – gerade noch rechtzeitig. Mehrere Vorträge des Rahmenprogramms stellen die Inhalte der PPWR vor.
Sonja Bähr, Berndt + Partner Creality GmbH, ist eine gefragte Expertin für die Umsetzung der neuen Verordnung und bestens vernetzt in der Verpackungsbranche. „PPWR – die Uhr tickt. Sind Sie bereit?“ lautet der Titel ihres Vortrags, den sie an beiden Messetagen hält (Dienstag, 2.6., 12.00 Uhr und Mittwoch, 3.6., 12.30 Uhr) und ihren Zuhörern sehr praxisorientierte Handlungsempfehlungen gibt.
„Vom Dokumenten-Chaos zur rechtssicheren Datenkette – PPWR-Ready bis August 2026“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. David Strack, Susycheck – Central Agency for Green Commerce GmbH (Dienstag, 2.6., 12.30 Uhr, im Anschluss an Sonja Bähr). Er setzt den Schwerpunkt bei den neuen Dokumentationspflichten, die jeder Besucher der EMPACK kennen sollte.
Und auch auf der Ausstellungsfläche kann man sich bei Profis über die PPWR informieren – zum Beispiel am Stand von Prodinger, deren Geschäftsbereich „Verpackung“ deutschlandweit der größte Fachgroßhändler für Transportverpackungen und Verpackungslösungen ist. Das Unternehmen informiert mit großem Engagement auf allen zur Verfügung stehenden B2B-Kanälen über die PPWR – auch auf der EMPACK. Auf dem Vortragspodium. Am Dienstag, 2.6., um 11.00 stellt Holger Gierke, Anwendungsexperte für flexible Schutzverpackungen bei Prodinger „Drei Zukunftswege für verantwortungsvolle Verpackungstechnik“ vor.
Wer „last minute“ wertvolle Informationen zur Umsetzung der PPWR wünscht, ist auf der EMPACK Hamburg somit am richtigen Ort.